Die wichtigsten Erfolge

Saison 18 / 19

29. RangWeltcup Slalom Kranjska Gora
10. RangEuropacup Slalom Val Cenis
6 PodestplätzeFar East Cup Asien (1x 1. Rang, 4x 2. Rang, 1x 3. Rang)
4. RangGesamtwertung Far East Cup
6. RangGesamtwertung Slalom Far East Cup
5. RangGesamtwertung Riesenslalom Far East Cup
4Weltcup Starts
16Europacup Starts
10Far East Cup Starts
13Starts an FIS-Rennen

Wichtigste frühere Erfolge

201810.Rang Europacup Slalom Soldeu
20166.Rang Junioren-WM Slalom Sotschi
2016Juniorenschweizermeister Slalom Tschappina
20163. Rang Junioren-SM Riesenslalom Veysonnaz
2015Juniorenschweizermeister Alpine Kombination Crans-Montana
4FIS Siege
25FIS Podestplätze

Wie alles begann

Am 17.April 1995 wurde ich als erster von drei Söhnen in Zweisimmen geboren. Ich wuchs im Bergdorf Schönried mit meinen Eltern Mike & Anna von Grünigen und meinen zwei Brüdern Elio (1998) und Lian (2001) auf. Durch die Wurzeln und Tätigkeit meiner Eltern kam ich sehr früh in Kontakt mit dem Skifahren, bereits im zarten Alter von knapp zwei Jahren übte ich auf den heimischen Pisten meine ersten Schwünge. So kam es, dass ich durch den ganzen Sommer das Trockentraining ein wenig zu ernst nahm und mit meinen alpinen Skis auf dem Rasen übte.

Ich besuchte als kleiner Junge die Grundschule im Schönried bei der ich auch meine Freude und den Eifer zum Lernen gefunden hatte. So entschieden sich meine Eltern zu einer Verkürzung meiner Schulzeit und ich absolvierte die 1. und 2. Klasse in einem Jahr, dass ich mich im Jahr darauf bereits einen 3.-klässler nennen durfte. Parallel zu meiner Schulzeit verübte ich das Skifahren längers wie professioneller und fand den Gefallen Rennen zu fahren. So besuchte ich die JO Schönried und kriegte kaum genug von der Schneezauberei. Im Alter von 12 Jahren empfahl ich mich für die erste Stufe des BOSV Teams und so war es nicht ungewöhnlich im Winter 3 Nachmittage auf den heimischen Bergen zu trainieren, dies wurde nur durch die gute Kooperation der Schulen erreicht, welche uns die Zeit freistellten die wir benötigten. Ein Jahr später startete ich während der 9.Klasse das Gymnasium in Gstaad. Es war eine starke Doppelbelastung, doch ich verspürte keinen Reiz die Schule in einer speziellen Sportschule zu absolvieren, da ich zu stark mit meiner Heimat verbunden war und stets bin. Mit 17 Jahren beendete ich meine schulische Laufbahn mit der Matura und auch in meiner sportlichen Karriere machte ich mit der Qualifikation ins NLZ einen Schritt vorwärts. Nun musste ich mich entscheiden in welche Richtung es gehen wird und ich wollte immer stärker auf die Karte Sport setzen. Doch eine richtige Ausbildung reitzte mich ebenfalls und ich fing mit der dreijährigen Zimmermannslehre bei Chaletbau Schletti AG an.

Durch meine guten Resultate in der Saison 2013/14 konnte ich mich für das Swiss-Ski C-Kader empfehlen und so ging auch dort meine Leistungskurve stetig nach oben. Im Sommer 15 beendete ich auch schon meine zweite Ausbildung und kann mich nun mit viel Stolz Zimmermann nennen. So kam es nun, dass ich ein erstes Jahr komplett auf die Karte Sport setze und ich gar nichts mehr dem Zufall überlassen werde.

Saionrückblick 18 / 19

Meine bisher erfolgreichste Saison konnte ich im vergangenen Winter erleben. Es gab einige Premieren von denen ich schon als kleiner Junge träumte. Es begann im November mit der Weltcup Premiere im finnischen Levi, trotz der hohen Nummer erreichte ich mit viel Stolz die Ziellinie und fühlte mich voller Energie und freute mich bereits auf weitere Einsätze. Nachdem ich anfangs Januar mit zwei angemessenen Europacup Rennen punktete, kam es zu einem weiteren WC-Einsatz. Dies in meiner Heimat in Adelboden (BE), es war die Erfüllung eines Kinderwunsches. Viele Freunde nahmen sich die Zeit, mich trotz dem schlechten Wetter als Fans zu unterstützen. Eine Erinnerung an mein erstes grosses Heimrennen, welches mir auf ewig bleiben wird. Bereits am Wochenende darauf war der WC Slalom in Wengen, bei dem ich bereits grössere Ambitionen verfolgte. Leider schied ich nach einer gelungenen Fahrt im unteren Streckenteil aus. Mit einer kleineren Pause nach den Weltcupeinsätzen ging der Fokus zurück auf den Europacup. Bei diesem wollte es nie wirklich funktionieren, ein Exploit blieb aus. Kurzerhand entschied ich mich, nach einem gesundheitsbedingten Unterbruch, einen Flug nach Südkorea und anschliessend nach Japan zu wagen, um den Far East Cup zu bestreiten. Während diesen gut zwei Wochen erreichte ich sechs Podestplätze und verbesserte meine FIS-Punkte im Riesenslalom und Slalom massiv. Ende Jahr belegte ich den 4. Rang in der Gesamtwertung des Far East Cups, welches meinen erfolgreichen Kurztrip unterstrich. Kurz darauf stand ich erneut zum letzten WC Slalom der Saison in Kranjska Gora am Start, dieses Mal mit einer besseren Startnummer. Der 10. März 2019 wurde für mich ein emotionaler Tag, ich belegte nach dem ersten Lauf den 29. Rang und war somit das erste Mal in einem zweiten Lauf eines WC-Rennens dabei. Nach einem soliden zweiten Lauf überquerte ich die Ziellinie und konnte meine allerersten WC-Punkte feiern. An der Schweizermeisterschaft am Saisonende belegte ich mit kompletter Schweizerbesetzung im Slalom den 6. Rang. Auch meine Speedkünste sind nicht eingerostet und ich konnte mit dem 5. Rang in der Alpinen Kombination mehr als zufrieden sein. Dank all diesen hart erkämpften Leistungen stieg ich aus dem C-Kader ins B-Kader auf. Dies ist nur ein kurzer Rückblick auf meine lange Saison mit 43 Rennen auf drei verschiedenen Stufen. Alles in Allem legte ich einige wichtige Grundsteine für den zukünftigen Verlauf meiner Karriere und freue mich bereits jetzt wieder auf die kribbelige Stimmung kurz vor dem nächsten Start!